Der
Immobilien Brief,
Nr. 20, 32. KW, 07.08.2006, Seite
3
HGA
Capital
Verkauf mit Gewinn
Eine Wertsteigerung von
mehr als 24 Prozent innerhalb von zweieinhalb Jahren erzielte
der Hamburger Initiator HGA Capital mit dem Verkauf von zwei
Apartmentanlagen in Maryland und Florida. Ursprünglich war der
Verkauf des Fonds „USA V“ erst für das Jahr 2014 vorgesehen.
Je nach Beitrittsdatum ergibt sich für
die Anleger eine
Vorsteuerrendite zwischen 16 und 22 Prozent. Weitere Fonds
dieser Machart sind geplant.
Objekte:
Anleger des „Pluswertfonds 139“ finanzieren ein SB-Warenhaus
in Olpe und einen Großmarkt in Neuwied, beides Regionen mit
überdurchschnittlich hoher Kaufkraft. Die Gebäude stammen aus
den 70er Jahren und befinden sich in entsprechendem Zustand.
Mieter sind die Kaufland Stiftung und die
Großhandelsgesellschaft Fegro. Die Verträge laufen in Olpe bis
Mitte 2026 und in Neuwied bis Ende 2019. Inklusive aller
Nebenkosten zahlen Zeichner des Fonds einen Einkaufsfaktor von
rund 14 Jahresmieten für die beiden Objekte. Das ist nicht
gerade wenig für 30 Jahre alte Supermärkte. Die besondere
Nachfrage nach solchen Immobilien mit erhöhtem
Wettbewerbsvorteil und langer Einnahmesicherheit rechtfertigt
den Preis jedoch. Minuspunkte gibt es für die magere
Instandhaltungsrücklage. Angesichts der vergleichsweise alten
Gebäude erscheinen 3,50 Euro pro Quadratmeter und Jahr für
spätere Renovierungen und Ausbauten etwas optimistisch.
Finanzierung:
Der Initiator sammelt insgesamt knapp 8,9 Millionen Euro
Eigenkapital ein. Weitere 11,5 Millionen Euro stellen Banken
als Darlehen zur Verfügung, wobei mehr als ein Drittel der
Kredite in zinsgünstigen Schweizer Franken aufgenommen werden.
Anleger müssen sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sie
sich den Zinsvorteil mit einer Währungsspekulation erkaufen.
Steigt der Franken höher als kalkuliert, gerät die Prognose
ins Wanken. Die anfängliche Tilgung der Kredite beträgt im
Schnitt gut 1,1 Prozent. Zinsen sind zehn Jahre lang
festgeschrieben. Bei der Anschlussfinanzierung der
Euro-Darlehen rechnet Hahn mit 6,5 Prozent – ein durchaus
realistischer Wert.
Rentabilität:
Anleger bekommen ab 2007 jährliche Ausschüttungen in Höhe von
durchgehend 6,5 Prozent. Bei einem im Jahr 2024 geplanten
Verkauf prognostiziert der Initiator einen Erlös in Höhe von
13 Jahresmieten, was einen Anteilswert von 152 Prozent des
eingesetzten Kapitals ergibt. Vor Steuern errechnet sich
daraus eine Effektivverzinsung von knapp sieben Prozent. Nach
Steuern bleiben 6,1 Prozent übrig.
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